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Reisebericht Über die Ägypten-Rundreise 2002 von Grabo-Tours

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Wir wurden dann mit 2 Kleinbussen in unser Hotel gefahren, das mitten in Kairo lag.Die Fahrt zum Hotel führte uns durch das nächtliche Kairo und wir konnten uns schon hier einen ersten Eindruck von dieser riesengroßen Stadt machen. Nur, dass es jetzt noch sehr ruhig auf den Straßen zuging. 

 

 

Am nächsten Morgen erkundeten wir erst mal unser Hotel, das wirklich sehr schön war. Es hatte eine große Gartenanlage mit Swimming-Pool und mit vielen Bungalows für die Gäste. Was wir erst jetzt sehen konnten: das Hotel war ganz in der Nähe der Pyramiden von Gizeh, die man schon vom Hoteleingang aus sehen konnte

 

Wir machten uns dann auf zu unserer ersten Tour. Wir fuhren durch die Stadt sirMohammed-Ali-Moschee, die mitten in Kairo auf einem Berg liegt und somit weithin zu sehen ist. Man hat von der Moschee aus einen grandiosen Blick über Kairo. Wir gingen dann auch noch ins Innere der Moschee und unser Reiseführer Sherif erklärte uns einiges über die Geschichte Ägyptens und Kairos.

Nach der Besichtigung dieses imposanten Bauwerkes fuhren wir dann noch in den größten Bazar Kairos, den Bazar Khan-El-Khalili.

Dort schlenderten wir durch die engen Gassen und waren erstaunt über das quirlige Treiben der vielen Menschen und die vielen verschiedenen Gerüche (u.a. Gewürze). Die vielen neuen Eindrücke mussten erst einmal verarbeitet werden und das taten wir in einem Straßencafe bei Getränken und Wasserpfeife.

Auf der Rückfahrt zum Hotel bekamen wir zum ersten mal mit, was für ein Verkehrschaos in dieser großen Stadt herrscht. Alle fahren durcheinander, jeder fährt extrem auf den Vordermann auf, es geht wirklich kreuz und quer. Aber anscheinend passiert relativ wenig.

 

Am Tag darauf fuhren wir zur ältesten Stufenpyramide Ägyptens, das Grabmal des Königs Djoser, in Sakkara. Auf der Fahrt dorthin sah man sehr gut den schnellen Übergang vom Grüngürtel entlang des Nils, wo Felder bestellt werden und wo viele Palmen stehen, zur Wüste.

Die Pyramide ist nicht so groß wie die 3 in Gizeh, aber trotzdem sehr beeindruckend. Auf dem großen Platz vor der Pyramide waren Wege aus Holzplanken gelegt, sodaß wir mit den Rollis gut vorankamen. Über diese Wege kamen wir auch in die Überreste der Tempelanlagen rein.

Auf dem Rückweg nach Kairo machten wir halt zum Mittagessen in einem gemütlichen Restaurant.

Frisch gestärkt ging´s dann auch schon weiter zu unserem nächsten Programmpunkt: die Pyramiden von Gizeh. Die stehen direkt am Stadtrand von Kairo (aber hier schon mitten in der Wüste) auf einem etwas höher gelegenen Plateau.

 Auf dem Platz vor den Pyramiden waren einige Einheimische mit Kamelen, die verschiedene Dinge verkaufen wollten und auch Kamelritte anboten. Auch mich haben sie überrumpelt: einer nahm mir meinen Fotoapparat ab und sagte, dass er mich mit seinem Kamel fotografieren wollte. Erst danach verlangte er dann Geld dafür. Ebenso für einige Glücksbringer, die er mir vorher ausdrücklich geschenkt hat. Nachdem ich ihm dann ein bisschen Geld gegeben hatte, war Ruhe.

Die 3 Pyramiden sind so imposant, man kann sich das nur vorstellen, wenn man direkt daneben steht (Die Cheops-Pyramide war ursprünglich 146 m  hoch, inzwischen sind es nur noch 137 m! 10.000 Menschen arbeiteten 20 Jahre lang an der Fertigstellung!). Unsere Reiseleiter meinten dann wir sollten mal versuchen, auf einem selbst mitgebrachten Flugzeugstuhl ins Innere der Pyramide zu gelangen. Das war aber dann für Rolli-Fahrer mit Flugzeugstuhl und Helfer doch zu eng.

Wir gingen dann zum Sphinx, einer Figur mit Löwenkörper und dem Kopf des Pharao Chevrem, die der Wächter der Pyramiden war. Neben dem Sphinx stand eine Halle, in der die Pharaonen mumifiziert wurden. Von dort aus wurden sie dann in einer Prozession zu den Pyramiden gebracht und dort bestattet.

Als Abschluß dieses erlebnisreichen Tages besuchten wir dann noch ein Papyrusmuseum, wo man uns die Herstellung von echtem Papyrus erklärte und wo wir auch die Möglichkeit hatten, solchen zu kaufen.

 

Am vierten Tag unserer Reise war Kultur pur angesagt. Wir besuchten das Ägyptische Museum in Kairo.Dort erklärte uns Sherif  viele sehr interessante Dinge über die Geschichte Ägyptens und wir bestaunten die Schätze, die die Archäologen gefunden haben (u.a. den gesamten Inhalt des Grabes von Tutanchamun,  einige sehr gut erhaltene Mumien und vieles mehr). Heute ging unser Aufenthalt in Kairo leider auch schon seinem Ende entgegen (obwohl wir alle gespannt darauf waren, was uns auf dieser Reise noch alles erwartete).

 

Wir flogen weiter nach Assuan.

Dort angekommen fuhren wir mit unseren neuen Kleinbussen gleich zum Assuan-Staudamm. Dieser Damm ist 2,5 km lang und staut den Nasser-See auf, der ca. 250 km lang ist und bis in den Sudan reicht.

Auf dem Weg ins Hotel besuchten wir noch einen antiken Steinbruch, in dem ein  unvollendeter Obelisk zu sehen war.

Als wir in unserem Hotel in Assuan ankamen (fast direkt am Nilufer) und die Aussicht aus unserem Zimmer sahen, waren wir erst mal platt. Wir hatten einen Blick auf das gesamte Hotelgelände mit Swimming-Pool, im Hintergrund der Nil mit kleinen Inseln und am anderen Ufer gleich die Wüste. Ein gigantischer Ausblick. Einfach unbeschreiblich!

Am nächsten Morgen ließen wir es erst mal etwas ruhiger angehen, bevor wir zu Sherif´s Mutter nach Hause fuhren, die in Assuan lebt. Sie hatte die ganze Gruppe eingeladen. Wir erfuhren bei Tee und Kuchen viel über Land und Leute. Das war wirklich ein sehr interessanter Nachmittag.

Am Abend fuhren wir dann alle ans Nilufer und wurden (mit den Rollstühlen) in ein kleines Segelboot (Feluke) getragen. Das muß mal wieder Schwerstarbeit für unsere Begleiter gewesen sein, aber die trugen uns auf dieser Reise wirklich überall hin, wo es was zu sehen gab (Respekt!). Da hieß es nur „Das müssen wir sehen“, nie „Das geht nicht“!!!

Die Fahrt auf dem Nil in diesem kleinen Segelboot war echt ein Erlebnis. Wir fuhren zwischen den Nilinseln durch und an Nilkreuzfahrt-Schiffen vorbei, und genossen die Aussicht auf Assuan.

Die Fahrt dauerte mehrere Stunden, bis in den Sonnenuntergang hinein. Einige Male bekamen wir es allerdings etwas mit der Angst zu tun, da der Schiffsführer das Boot einige Male so scharf wendete, dass das Wasser durch die Schräglage gefährlich Nahe an den Bootsrand schwappte.

Heute stand eine lange Fahrt in einem von der Polizei bewachten Convoy auf dem Programm. Es ging schon ziemlich früh zum Sammelpunkt, von wo aus wir durch Wüstenlandschaft zum Tempel von Abu Simbel fuhren, der ganz im Süden von Ägypten, an der Grenze zum Sudan, steht. Die Tempelanlage besteht aus 2 Tempeln: den großen ließ Ramses II. für sich selbst errichten, den kleineren für seine Frau Nefertari.

Der große Tempel ist wie eine Höhle in einen Berg reingehauen worden. Innen stehen große Figuren, die an einem Stück aus dem Felsen gehauen sind. Ganz hinten im Tempel befindet sich ein Raum mit Figuren von Göttern, das Allerheiligste. Vor dem Tempel stehen an der Felswand 20 Meter hohe Figuren vom sitzenden Ramses II.! Der Tempel wäre bei der Flutung vom Nasser-See im Wasser verschwunden. Und so wurde der ganze Berg versetzt um den Tempel zu retten. Der Tempel wurde in Einzelteile zerlegt und weiter oben wieder zusammengesetzt. Über dem Tempel wurde eine Glocke aus Stahlbeton errichtet, auf der Steine und Schutt aufgeschüttet wurden (sieht wieder aus wie der Berg vorher). Vor dem Tempel wurden die Riesigen Figuren genauso wieder zusammengesetzt und aufgestellt, wie sie vorher waren. Das ist wirklich ein Meisterwerk. Man kommt sich vor den Figuren so richtig klein vor. Der Platz für den Tempel wurde vor dem Bau so genau berechnet, dass immer an Sonnwend, also 2 mal im Jahr, die Sonne bei Sonnenaufgang bis ins Allerheiligste zu den Figuren vordringt, sonst nie!

Nach einiger Zeit und vielen interessanten Erklärungen durch unseren Reiseführer Sherif fuhren wir dann im Convoy die ca. 250 km wieder zurück nach Assuan.

Nachdem wir uns ein wenig im Hotel ausgeruht hatten, fuhren wir am Abend noch in den Bazar von Assuan. Dieser ist nicht mit so vielen Touristen überfüllt wie der in Kairo. Es sind mehr Einheimische dort. Man sieht viel mehr ärmere Leute und Kinder die betteln. Das war schon ziemlich bedrückend.

Sherif´s Mutter hat uns den Vorschlag gemacht, in Assuan eine Einrichtung für Behinderte zu besuchen. Wir waren begeistert von dieser Idee, da uns sie Unterschiede zu solchen Einrichtungen in Deutschland interessierten. In dieser Einrichtung waren viele verschiedene Zweige zusammengefasst. Schule und Berufsausbildung, Rehabilitationszentrum mit Physikalischer Abteilung und Fitnessraum. Es waren Kinder und Jugendliche mit den verschiedensten Behinderungen zusammen, wie geistig Behinderte, Sehbehinderte oder Hörgeschädigte. Da die Schule über sehr wenig finanzielle Mittel verfügt, muß man sich hier mit den einfachsten Mitteln behelfen (Gebrauchte PC´s, selbtgemachte Lehrgegenstände, usw.). Es gibt hier u.a. eine Schreinerei und eine Näherei (zur Berufsausbildung). Die Leute hier haben sich sehr über unseren Besuch gefreut und die Kinder haben sogar für uns Musik gemacht und gesungen. Wir durften uns auch in das Schulbuch eintragen, in dem auch schon Prinzessin Diana unterschrieben hat. Diese Schule zu besuchen war wirklich eine gute Idee von Sherif´s Mutter. Dieser Tag war sehr informativ und hochinteressant für uns.

Am Abend gingen wir noch in eine Kirche koptischer Christen und danach fuhren einige noch mit einer Pferdekutsche einige Zeit am Nil entlang. Das war ein sehr schöner Ausklang für diesen Tag.

Am 9. Tag unserer Reise fuhren wir mit unseren 2 Kleinbussen im Convoy weiter von Assuan nach Luxor. Während der Fahrt gab es viele neue und interessante Dinge zu sehen. Wir machten am Horus-Tempel von Edfu halt und besichtigten diese imposante, riesige Anlage.

 

In Luxor angekommen, fuhren wir auch gleich zu unserem Hotel. Es lag auf einer Insel im Nil, der Krokodilinsel. Es waren aber weit und breit keine mehr zu sehen. Das Gelände rund um das Hotel war angelegt wie ein botanischer Garten, es war sogar ein kleiner Zoo dabei! Die Gäste waren in Bungalows untergebracht. Abendessen gab es auf einer Terrasse im Freien direkt am Nil.      Dieses Hotel war ohne Zweifel das schönste auf dieser Reise!

Als wir uns ein wenig von der langen Fahrt am Vortag erholt hatten, fuhren wir zum Karnak-Tempel in Luxor.Das ist eine wirklich riesige Tempelanlage, an der insgesamt ca. 2000 Jahre gebaut wurde. Die Anlage war gigantisch, wie eine eigene kleine Stadt. In der Nähe des Eingangs ging man durch eine Säulenhalle, die zu den Weltwundern zählt. Wenn man da durchgeht versteht man, warum. Die Säulen sind riesig und kaum zu zählen. Auch die Außenanlagen mit dem heiligen See sind absolut beeindruckend.

Nach vielen Erklärungen von Sherif fuhren wir weiter zum Luxor-Tempel.Dieser ist kleiner als der Karnak-Tempel, aber auch sehenswert. Am Eingang standen mal 2 Obelisken, wovon einer an Frankreich verschenkt wurde. Er steht jetzt in Paris auf dem Place de la Concorde.

Nach dem Ausflug in die Geschichte Ägyptens fuhren wir dann noch in ein Geschäft, wo man Goldschmuck kaufen konnte, wenn man wollte.

Nach etwas Entspannung am Pool unseres Hotels fuhren wir am Abend dann noch mal zum Karnak-Tempel, um die Sound- und Lightshow mitzumachen. Hier wird alles in deutsch erklärt (vom Band) und mit Scheinwerfern angestrahlt. Das erzeugt bei der Stille und Dunkelheit die herrscht eine richtige Gänsehaut. Durch die alten Gemäuer und an den hohen Säulen vorbei zu gehen wenn es dunkel ist, ist so richtig geheimnisvoll. Ein einmaliges Erlebnis.

Der nächste Höhepunkt unserer Rundreise (wie es überhaupt eigentlich nur Höhepunkte gab) war die Fahrt ins Tal der Könige. Auf der Fahrt dorthin kamen wir an 2 riesigen sitzenden Steinfiguren vorbei, den Memnonkollossen. Sie stehen am Eingang zum Tal der Könige wie 2 Wächter. Wenn man in das Tal hineingeht sind links und rechts die Eingänge der Pharaonengräber zu sehen, die wie Stollen in den Fels gehauen sind.

Wir konnten auch in 2 der Gräber mit den Rollis rein. Die Gänge waren sehr geräumig und mit vielen bunten Bildern verziert. Die Farben waren noch sehr gut erhalten. Darum durfte man auch nur fotografieren, wenn man extra dafür bezahlt hatte. Da passte die ganze Zeit einer genau auf. Am Ende des Ganges war dann der Steinsarg des Pharao. Alle Gräber wurden vollständig ausgeraubt aufgefunden, nirgends war was drin. Das einzige Grab, bei dem der gesamte Inhalt noch vorhanden war, war das Grab des Tutanchamun.

Im Anschluß fuhren wir zum Terrassentempel der Königin Hatschepsut. Dieser besteht aus 3 Terrassen und steht direkt an einer Felswand. An diesem Tag war es wahnsinnig heiß, sodaß sogar der kleinste Schattenplatz am Tempel sofort von uns besetzt wurde.

Nach unserer frühen Besichtigungstour waren wir gegen Mittag schon wieder im Hotel und konnten den Rest des Tages relaxen. Das war auch notwendig, den wir wollten alle für unser größtes Abenteuer fit sein, einer Heißluftballonfahrt am nächsten Tag bei Sonnenaufgang.

Über den Vorschlag von Sherif, die Ballonfahrt zu machen, waren wir alle sofort restlos begeistert. Wir sind sehr früh aufgestanden und wurden beim Hotel abgeholt. Wir mussten zu unserem Abflugplatz auf die andere Seite des Nils fahren. Da aber die Brücke bei Nacht für Touristen gesperrt ist, mussten wir mit einem Boot rüberfahren. Diese Sache gestaltete sich etwas kompliziert, da die Bootsanlegestelle mit den Rollis schwer zu erreichen war. Wir mussten teilweise von unseren fleißigen Helfern mit den Rollis über den Steg bis zum Boot getragen werden. Das Einsteigen in das Boot war dann die nächste Schwierigkeit. Weil die Rollis nicht durch den „Eingang“ zum Boot passten, mussten wir an der Seite des Bootes über den Bootsrand gehoben werden. Das Dach des Bootes war relativ niedrig. Wir mussten also gut aufpassen, damit unsere Köpfe nicht unangenehme Bekanntschaft mit dem harten Metall des Bootes machten. Aber es ging alles gut. Mit uns fuhr auch noch eine andere kleine Reisegruppe mit,  die ebenfalls mit dem Ballon fliegen wollte. 

Wir fuhren noch bei völliger Dunkelheit über den Nil und hatten eine schöne Aussicht auf die Lichter von Luxor. Beim Aussteigen aus dem Boot hatten wir dann wieder die gleichen Probleme wie schon vorher. Am Ufer warteten schon mehrere Fahrzeuge auf uns die uns dann zum Startplatz brachten.

Bei der Ankunft sahen wir, dass 2 Ballons gleichzeitig starten sollten, die schon durch große Gasbrenner mit Heißluft gefüllt wurden. Wir wurden von Helfern ohne unsere Rollis direkt von den Autos zum Ballon getragen und in den Korb gesetzt. Dieser war in 4 Segmente unterteilt, in jedem hatten 2 Personen Platz.  Für die Rollis waren Sitze drin, die durch Kissen etwas erhöht wurden. So konnten wir bequem sitzen und ohne Probleme über den Rand des Korbes sehen.

Wir bekamen die Anweisung, uns bei Start und Landung an Schlaufen, die am Korb befestigt waren, gut festzuhalten. Und dann ging´s auch schon los. Als der Korb von den Helfern losgelassen wurde und wir uns langsam in die Lüfte erhoben (wir wurden sogar mit Gesängen verabschiedet), war das schon ein gigantisches Gefühl. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass ich irgendwann mal die Gelegenheit bekommen würde, in einem Ballon mitzufahren.

 Der Ballon schwebte ganz ruhig durch die Luft: kein Wackeln, kein Ruckeln, kein Luftzug, absolute Stille! Kurz nachdem wir in der Luft waren ging die Sonne auf. Diese Stimmung in dem Ballon während des Fluges war so beeindruckend, das kann man gar nicht richtig beschreiben. Man hatte eine wunderschöne Aussicht auf den Nil, die Berge in der Nähe, die kleinen Bauernhöfe, die Felder und die Wüste jenseits de Grünstreifens am Nil. Wir flogen mal hoch und mal niedrig über die Felder, von wo uns die Leute zuwinkten. Es war ein gigantisches Gefühl, mal zu fliegen wie ein Vogel und alles mal aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen. Nach ca. 1 Stunde setzte der Flugkapitän leider schon wieder zur Landung an. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte diese Ballonfahrt gar nicht mehr aufhören brauchen. Wir setzten ohne Probleme auf dem Boden auf und wurden wieder direkt zu unseren Autos getragen. Dann bekam noch jeder ein T-Shirt und eine Urkunde mit Namen als Bestätigung, dass wir mitgeflogen sind.

Nach unserer Rückkehr ins Hotel war dann erst mal Frühstück angesagt, da wir vor unserer Abfahrt nicht mehr dazu gekommen waren. Den Rest des Tages hatten wir dann freie Zeit. Die benötigten wir auch, um dieses einmalige Erlebnis erst mal richtig verarbeiten zu können.

Heute war unsere Rundreise durch Ägypten auch schon vorbei und es hieß Abschied nehmen von denen, die keine Verlängerungswoche in El Gouna am Roten Meer gebucht hatten.

Wir anderen fuhren mit unseren Kleinbussen zum Sammelpunkt für den Convoy.Nach mehreren Stunden Fahrt durch karge Wüstenlandschaften und Gebirge kamen wir dann endlich am roten Meer an.

In Hurghada, einer Küstenstadt, löste sich unser Convoy auf und wir fuhren noch ca. ½ Stunde am Meer entlang nach El Gouna. An der Küste steht eine Hotelanlage neben der anderen und gleich dahinter beginnt sofort die Wüste.

El Gouna ist eine Ansiedlung von Hotels und von Häusern, in denen hauptsächlich die Angestellten dieser Hotels wohnen. Dazu gibt es Geschäfte, Restaurants und einige Kneipen. An der Küste wurden künstliche Lagunen ausgegraben und diese liefen dann mit Meerwasser voll. Um diese Lagunen herum wurden dann die Hotelanlagen errichtet (fast vergleichbar mit Venedig und seinen Kanälen).

Unser Hotel war eine sehr schöne Anlage mit einem eigenen Strand (Natürlich eine Lagune, nicht das offene Meer! Bis dahin hätte man mit einem Boot noch etwas durch die Kanäle und Lagunen fahren müssen). Der Sand am Strand war relativ fest und somit mit den Rollis gut zu befahren. Die Anlage war sehr groß und bestand aus vielen 2-stöckigen Häusern, die um mehrere Swimming-Pools angeordnet waren.

In den nächsten Tagen war relaxen am Pool und am Strand angesagt. Wir lagen in der Sonne und ließen´s uns einfach nur gut gehen. Am Abend saßen wir in der Peanuts-Bar (Die heißt so, weil man da Erdnüsse bekommt, deren Schalen man einfach so auf den Boden werfen kann. Das kann dann in regelrechte „Erdnussschlachten“ ausarten) und schauten uns die Folkloreshows an. Es kamen auch noch einige Leute zu unserer Gruppe dazu, die nur den Badeurlaub gebucht hatten.

 

Wir fuhren am Abend auch mal nach Hurghada, wo wir den Bazar besuchten. Danach gingen wir in die Papa´s Bar wo Martin, der Mitarbeiter von Sherif  bei „Egypt for all“, Teilhaber ist. Martin hat auch große Teile unserer  Reise mit einer Digitalkamera dokumentiert und die Fotos ins Internet gestellt.

Am nächsten Tag fuhren wir noch mal nach Hurghada, gingen dort auf eine Yacht (riesengroß und ganz für uns allein!) und fuhren raus auf´s Meer. Wer wollte, konnte an einem Korallenriff schnorcheln. Dann gab´s Abendessen auf dem Schiff und wir sahen uns auf dem Oberdeck den Sonnenuntergang an. Wir blieben auf dem. offenen Meer bis in die Nacht hinein und genossen die Ruhe und den wunderschönen Sternenhimmel. Das war schon eine tolle Sache!

Nach einem weiteren faulen Tag am Strand fuhren wir am Abend in eine Oase in der Nähe des Hotels zu einem Beduinenabend (vom Hotel organisiert).

Dort angekommen hatten wir erst mal die Gelegenheit eine Runde auf dem Rücken eines Kamels zu drehen. Das war schon ein komisches Gefühl, wie das beim Hoch- und Runtergehen schaukelte, aber es war toll.Danach gab es Abendessen und eine Folkloreshow. Wer wollte, konnte Wasserpfeife rauchen.Wir saßen an Tischen, andere nur auf Decken und Kissen. Der Abend war echt lustig und interessant.

Am nächsten Tag stand eine Bootsfahrt durch die Lagunen von El Gouna auf dem Programm. Bei dieser Fahrt konnten wir uns erst ein Bild des Ausmaßes dieser Ortschaft machen. Wir mussten viele Kanäle durchfahren bis wir am Meer waren. Das ganze Gelände gehört einem einzigen Mann, der auch dort sein Haus hat (auf einer kleinen Insel). Auch Omar Sharif hat dort eine Villa.

Heute hieß es Abschied nehmen von Ägypten. In aller Frühe ging es zum Flughafen.

Dieser Urlaub war, trotz der 3 Wochen, viel zu schnell vorbei.

Aufgrund der vielen Abenteuer und schönen Erlebnisse bin ich mir sicher, dass ich bestimmt nicht zum letzten mal in Ägypten gewesen bin.

 

GREGOR REICHART

Would like to thank Gregor Reichart for the time and effort spent on this great and comprehensive report.

 " would love to see you again with us "

     

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Updated: 3 Apr 2007
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